Ein Erfahrungsbericht aus Tansania
Ich bin GIS-Expertin und habe im Jahr 2007/2008 als Juniorfachkraft für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) in Tansania gearbeitet. Die Arbeit ist persönlich recht erfüllend, finanziell allerdings wenig lukrativ. Am Ende der Zeit wollte ich gerne noch in Tansania Urlaub machen, hatte alles Ersparte aber für eine RICOH Kamera ausgegeben, da mich die Kamera sehr überzeugt hat.
Ich zeigte sie zunächst meinen einheimischen Kollegen, sie waren völlig begeistert, Bilder von Tanga (meinem Einsatzort) in Google Earth zu sehen.
Chumbe Island (http://www.chumbeisland.com/index.html), vor der Küste von Sansibar, ist der einzige Marine-Park weltweit, der sich ausschließlich privat finanziert. Auf Chumbe können Touristen Urlaub machen. Allerdings nur 14 Leute pro Tag/Nacht, aus Umweltschutzgründen. Mit den Einkünften werden Korallenriffe geschützt und tansanische Schulkinder wöchentlich von dort arbeitenden tansanischen Fischern über die Unterwasserwelt aufgeklärt.

Da mich das Projekt sehr interessiert hat, ich mir aber den Aufenthalt dort nicht leisten konnte, musste eine andere Lösung her. Da die Ricoh Kamera wasserdicht ist, hatte ich die Idee, 1. eine Karte vom Korallenriff zu erstellen und 2. das Korallenriff bildlich zu kartieren. Als Gegenleistung bekäme ich Kost und Logis. Ich stellte eine Anfrage und bekam tatsächlich eine positive Rückmeldung. So verbrachte ich eine Woche auf der Insel.
Eine bessere Erfahrung hätte ich mir nicht vorstellen können. Ich bekam täglich meinen eigenen erfahrenen Schnorchel-Ranger, der mich über die verschiedenen Stellen am Reef informiert hat und mit mir rausgeschnorchelt ist.
Die Chumbe-Wissenschaftler nutzen nun die Kamerabilder für ihr Monitoring und die Kindern sehen vor ihrem Schnorchelgang genau, wo sich welche Stationen und Reef-Arten befinden.
Silvia Renn
Derzeit als Entwicklungshelferin für The World Fish Center in Malawi tätig.