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ArcGIS Server künftig bei Amazon mieten
Laufen Ihre GIS-Anwendungen noch nicht in der Cloud? Ist Ihnen der 24/7-Betrieb Ihrer GIS-Server nicht zu aufwendig? Muss es überhaupt ein eigener Server sein?
Über diese Fragen sind viele, die sich mit Server-Anwendungen beschäftigen, schon einmal gestolpert. Und die Fragen sind berechtigt. Nicht nur die finanziellen Einstiegshürden sind hoch. Eine eigene Server-Infrastruktur zu betreiben, ist dauerhaft eine komplexe, aufwendige und kostenintensive Sache.
Desktops in drei Jahren irrelevant?
Die Cloud ist der Mega-Trend. John Herlihy, Europa-Chef von Google, geht noch einen Schritt weiter: „Innerhalb von drei Jahren werden Desktops irrelevant." Ihre Rolle wird sich auf Datenerstellung konzentrieren, Zugriff und Visualisierung werden primär über das Web und via mobile Endgeräte erfolgen. Dazu bedarf es Investitionen in den Serverbereich. Der GIS-Marktführer ESRI Inc. aus dem kalifornischen Redlands bezeichnet sich seit kurzem als „Cloud-Ready" und verkündete auf der internationalen Business Partner Conference im März konkrete Angebote: ArcGIS.com soll zur neuen Daten- und Kartendrehscheibe werden und löst ArcGIS Online ab. Spannender ist das neue Software-Modell: Ab Mitte des Jahres bietet ESRI seine Server-Software ArcGIS Server in einer Hosting-Variante an. Verwirklicht wird dies in Kooperation mit Amazon Web Services (AWS), einer der führenden Cloud-Plattformen. Keynote Speaker Dave Chappell, im vergangenen Jahr angeheuert, um das REST-Zeitalter einzuläuten, gab sein Bestes, die Konferenzteilnehmer nun auf die Cloud einzuschwören. Chappell stellte verschiedene Cloud-Modelle von Google, Amazon und Microsoft im Detail vor. Das ESRI-Angebot richtet sich zunächst ausschließlich an Kunden mit Enterprise License Agreement – das sind in Deutschland wahrscheinlich ein paar Dutzend. Zu weiteren Plänen sind die Aussagen sehr vage. ESRI scheint weiterhin auf der Suche nach Geschäftsmodellen zu sein, um eine breitere Zielgruppe zu erreichen und gleichzeitig Geld zu verdienen.
Einstiegshürde sinkt
Die Cloud verändert die Geschäftsmodelle grundlegend: Für die Kunden entfallen die hohen Investitionskosten in Anschaffung von Serverhardware, Storage, Backup und gerade die in Europa übermäßig hohen Kosten für Serverlizenzen und Wartung. Anstelle dessen treten verschiedene Mietmodelle mit flexiblen Laufzeiten. Die Einstiegshürde in den Serverbereich wird somit dramatisch sinken. Einen eigenen ArcGIS Server auf eigener Hardware hinter der eigenen Firewall zu betreiben, wird als klassische Variante weiterhin Bestand haben. Auch Mischformen sind denkbar, bei denen z. B. nur die speicherintensiven Hintergrundkarten (Map Caches) in die Cloud auslagert werden. Wenn die System-Anforderungen individueller sind oder Wert auf einen Serverstandort in Deutschland oder Deutsches Vertragsrecht gelegt wird, bieten erfahrene GIS-Hosting-Anbieter wie die alta4 Geoinformatik AG bewährte Lösungen an.
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„Cloud Computing"
...... (deutsch etwa Rechnen in der Wolke) beschreibt den Ansatz, abstrahierte IT-Infrastrukturen (Infrastructure as a Service), fertige Programmpakete (Software aaS) und Programmierumgebungen (PaaS) dynamisch an den Bedarf angepasst über Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Die Abrechnung erfolgt dabei nutzungsabhängig.
„Cloud computing is the thing everybody is excited about", erzählt John Fruehe (Director Server/Workstation Products von AMD) auf dem WebhostingDay 2010. In unserem Online-Special zum Thema haben wir die wichtigsten Informationen für Sie gesammelt: www.landmarcs.de/cloudcomputing
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