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Montag, den 19. April 2010 um 13:43 Uhr

Die moderne Suchmaschine managt Geodaten

Im 18. Jh. war der Beruf des Voyageurs (frankokanadisch für „Reisender") noch sehr beschwerlich. Er erkundete das Land, erstellte Karten und Wegmarken, errichtete Handelsposten und Verwaltungsstellen. In Kanada sind die Voyageure heute noch Volkshelden. In der Gegenwart erkundet der moderne Voyager Geodatenlandschaften.

Wer GIS-Projekte führt und verwaltet, kennt die oft unüberschaubare Menge an Dateien und Verzeichnissen. Der administrative Aufwand ist sehr hoch, und wegen der INSPIRE-Richtlinie wird die Pflege und Erstellung von Metadaten immer wichtiger.

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Mit Voyager auf Erkundungsreise in der Geodatenlandschaft ; ©Photo: nd.strupler, Grafik: landmarcs

Drei Funktionen

Beim modernen Voyager gibt es drei Aspekte bei der Erkundung der Geodatenlandschaft. Zunächst geht es darum, Daten zu finden und einen Index zu erstellen („Data Discovery" und „Index"). Voyager findet Informationen über die vorliegenden Ressourcen und Dateien und baut damit einen umfassenden und intuitiv zu bearbeitenden Index auf. Die Suchmaschine hat auch einen Anwendungsaspekt („Application"). Suchaufträge und Ergebnisdarstellung können eingegrenzt und mit anderen Aufgaben verknüpft werden. Man kann Voyager rund um die Uhr und in drei verschiedenen Ausbaustufen auf die Reise schicken.
Die Software findet von ESRI unterstützte und andere Formate und kann auf neuere MS-Office-Formate und PDFs ausgeweitet werden. Gesucht wird auf lokalen Rechnern, File-Servern sowie auf Web- und Daten-Servern. ArcGIS Server, ArcIMS, SDE- und WMS-Dienste werden nicht nur im Intranet, sondern auch im Internet durchforscht.
Die browserbasierte Nutzeroberfläche ist übersichtlich und intuitiv aufgebaut. Die Indizierung basiert auf dem neuesten Stand der Technik und bildet die Grundlage für Textsuche, räumliche Abfragen sowie kriterienbasierte Suche. Voyager deckt gegenseitige Beziehungen zwischen Karten, Layern und Datensätzen auf. Mit der integrierten Kartenfunktionalität lässt sich die Suche räumlich eingrenzen. In Miniaturabbildungen werden die gefundenen Geodaten zur Vorschau dargestellt. Man kann raumbezogene Daten innerhalb seines Unternehmens oder über das Internet mit weiteren Anwendern teilen.

Drei ideale Editionen

Bei den historischen Voyageure gab es eine Dreiteilung in „Engagés", „Commis" und „Bourgeois". Im Gegensatz zum einfachen „Coureur des bois", dem Waldläufer, hatten diese eine kommerzielle Lizenz. Das ist beim heutigen Voyager nicht anders. Dem Waldläufer entspricht die kostenfreie Kennenlernversion, die auf 5 000 Dokumente im Einzelnutzerbetrieb limitiert ist.

Die Analyst Edition ist ideal für die Geodatenverwaltung in Ingenieurbüros, Fachbehörden und Verwaltungen sowie im Forschungsumfeld und kann in der neuesten Version 1 Million Dokumente im Einzelnutzerbetrieb indizieren.

In der Workgroup Edition können bis zu zehn Nutzer zeitgleich auf die Anwendung über ein Netzwerk zugreifen, ohne Beschränkungen bei der Anzahl der indizierbaren Dokumente. Auch die Anzahl der Anfragen pro Minute ist höher.

Die serverbasierte Enterprise Edition kann für Institutionen mit großen Geodatenbeständen, verschiedenen Standorten und komplexen Zugriffsrechten konfiguriert werden. Ausgehend vom Grundkonzept Discovery-Index-Application kann man ein System für landesweite oder sogar weltweite Einsatzbereiche einrichten.


Unterstützte Formate:

  • Shapefiles (SHP)
  • Personal & File Geodatabases
  • Topologien
  • CAD-Daten (DWG, DGN und DXF)
  • GeoPDF und PDFRasterdaten (TIF, IMG, VPF, RPF ...)
  • Kartendokumente & Layer Files
  • ArcGlobes (3DD)
  • JPEG (spatial & geotagged photos)
  • GPS eXchange Format (GPX)
  • ...

 

http://www.voyagergis.de/