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Montag, den 19. April 2010 um 13:56 Uhr
GREINA ist der Projektname der Stadt Bern für GIS Renovation – Innovation und meint die Kompletterneuerung der städtischen GIS-Umgebung. Für dieses anspruchsvolle Infrastruktur-Projekt hat GEOCOM Informatik AG mit ARIS AG Geoservices den Zuschlag als zukünftiger Lösungspartner erhalten.

 

Neben allen notwendigen Dienstleistungen für Migration und Einführung geht es um Lieferung und Wartung der bewährten GEOCOM-Standardlösung GEONIS, die auf der führenden GIS-Technologie ArcGIS von ESRI aufsetzt.
Mit GREINA wird die bestehende GIS-Infrastruktur bis ins Jahr 2011 abgelöst und erneuert. Bern will damit die hohen Investitionen in die Daten langfristig sichern. Andererseits soll das neue System Erfassung, Pflege, Nutzung, Weiterverbreitung und Austausch von Geodaten erleichtern und einen rationellen Betrieb ermöglichen, indem die heterogene GIS-Infrastruktur vereinfacht und Schnittstellen weitestgehend eliminiert werden.


Harter Wettbewerb


Als Sektion des Vermessungsamts sorgt das GIS-Kompetenzzentrum (GKB) für Betrieb und Unterhalt der städtischen GIS-Infrastruktur und unterstützt die Benutzer im Umgang mit GIS-Lösungen.
Mit GREINA wird das GKB Amtsstellen wie Tiefbauamt, Stadtplanungsamt, Stadtgärtnerei, Amt für Umweltschutz, Statistikdienste und Verkehrsplanung hochstehende GIS-Dienste und Geodaten mittels Experten-Applikationen und einfachen Weblösungen anbieten. Die Themen sind vielfältig, z. B. amtliche Vermessung, Lichtsignalanlagen, Abwasser, Baumkataster, Raumplanung, Verkehr, Projektierung und Unterhalt. Bestehende Daten werden übernommen und die Ablösung geschieht nahtlos.
Aufgrund der Komplexität des Vorhabens hat Bern mit den präqualifizierten Anbietern je ein anspruchsvolles dreiwöchiges Pilotprojekt auf der stadteigenen Infrastruktur durchgeführt. Im Pilot mussten vorgegebene Geschäftsprozesse der involvierten Amtsstellen mit der angebotenen Lösung 1:1 vorgeführt werden, um den ausreichenden Deckungsgrad mit den Ansprüchen an die Software gemäß Pflichtenheft nachzuweisen. Gleichzeitig waren die Projektteams bezüglich Erfahrung, Flexibilität und Kompetenz auf dem Prüfstand.

Projekt rollt


Das Angebot von GEOCOM hat auch wirtschaftlich am besten abgeschnitten. Im September 2009 wurde die Realisierung des Projekts gestartet. Diese ist in 14 Leistungspakete gegliedert, die mit jeweils eigenen Start- resp. Abnahmeworkshops in sich geschlossene Einheiten bilden. Ende 2009 konnten nach Inbetriebnahme der Server-Infrastruktur bereits die ersten beiden Leistungspakete („Kernsystem" sowie „Werkinformationssystem Lichtsignalanlagen") erfolgreich abgenommen werden. Zurzeit liegt der Fokus auf „WebGIS" sowie „Werkinformationssystem Abwasser".
In den vergangenen Monaten fanden auf verschiedensten Ebenen zahlreiche Schulungen direkt auf der Systemumgebung von Bern statt: Zukünftige GIS-Erfasser wurden im Umgang mit GEONIS und ArcGIS geschult, Konfiguratoren erhielten Einblick in die umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten von GEONIS und Systemadministratoren lernten den Umgang mit ArcSDE. Von diesem Wissen können im weiteren Projektverlauf alle Beteiligten profitieren: Die Stadt Bern ist bereits heute imstande, eigene einfachere Fachschalen selbstständig zu entwerfen oder auf individuelle Bedürfnisse anzupassen. Für die genaue Ausarbeitung der zukünftigen Leistungspakete ist es wichtig, dass alle Beteiligten die zahlreichen Möglichkeiten des Basissystems kennen. Durch die frühen Schulungen und den Know-how-Transfer zwischen GEOCOM und Bern wurden somit beste Voraussetzungen für den weiteren Projektverlauf geschaffen!