Neues von der Where2.0-Konferenz Fortsetzung von Seite 1
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| Foursquare Gründer Dennis Crowley auf der O'Reilly Where 2.0-Konferenz |
Google und Microsoft machten klar, wohin die Reise geht: 3D ist das nächste große Ding, 2D-Karten werden durch intelligente 3-D-Modelle aufgepeppt und mit echten Photos versehen. Google setzt seine weltweite photographische Aufnahme von Städten via Street View fort. Selbst der Berliner Zoo wird per Fahrrad für Google Street View erfasst. Microsoft setzt auf UserGenerated Content und stitcht Flickr-Bilder zusammen – eine großflächige Fortführung ihres PhotoSynth-Projektes. Beide Konzerne buhlen um die Entwicklergemeinde, um sich als die führende Plattform für mobile Anwendungen durchzusetzen. In diesem Zusammenhang bemerkenswert: Über 300 000 Webseiten haben bereits Google Maps eingebunden und die Google-Earth-Anwendung fürs iPhone hat inzwischen mehr Downloads als die für Desktop-PCs. ESRI – wie jedes Jahr einer der Hauptsponsoren der Konferenz – zählt nach wie vor zu den „Dinosauriern" (Bern Szukalski, ESRI) unter den Anbietern. ESRI-Chef Jack Dangermond stellte ArcGIS fürs iPhone – ab Version 10 – vor und lud ein, auf den Inhalten der 50 000 bei Kunden installierten ArcGIS Server Anwendungen zu entwickeln. Das funktioniert allerdings erst, wenn ESRIs neu gelaunchte Datendrehscheibe ArcGIS.com ausreichend Akzeptanz findet und Kunden ihre Karten darüber freigeben. Gerade in Europa, wo das Umdenken hin zu freiem Datenaustausch noch einen langen Weg vor sich hat, bleibt dies abzuwarten.
Zugriff auf öffentliche Daten
Die USA sind diesbezüglich ein ganzes Stück weiter: Gov2.0 heißt der Trend, der die partizipatorische Öffnung der öffentlichen Hand auf dem IT-Sektor beschreibt. Einer der Vorreiter dieser Bewegung ist die Stadt San Francisco selbst, deren CIO Chris Vein seine Strategie so beschreibt: „Die Stadt stellt alle ihre Daten unter DataSF öffentlich zur Verfügung, so dass andere darauf aufbauend Anwendungen kreativ entwickeln können." Im Wettbewerb würden sich dann die besten Anwendungen durchsetzen. Live-Daten des ÖPNV hätten bisher die meisten Anwendungen hervorgebracht, doch auch die Kriminalitätsstatistik sei beliebt. Die Spieleszene war schon traditionell ein Bestandteil der Where2.0-Konferenz, Location Gaming ist hier das Stichwort. Viel Aufmerksamkeit bekam die AR-Drohne der französischen Firma Parrot: ein vierpropellriger Helikopter, der per iPhone gesteuert wird, mit Kameras bestückt ist und in Augmented-Reality-Spielen gegen Avatare aus der Luft kämpfen kann.
Mobile Spiele machen das Leben spannender
Einen der stärksten Community-Zuwächse erzielt derzeit Foursquare, die mit ihrer Plattform und der mobilen Anwendung Social Networks mit Stadtführern und Spielen zusammenbringen: Jeder kann mit seinem Handy überall einchecken, in die nächste Kneipe, in den Konferenzraum, zur GIS-Schulung oder am Nordpol, wie der 15-jährige Parker Liautaud es mit seiner Expedition vorhat, die am 3. April 2010 gestartet ist. Zu gewinnen gibt es nichts anderes als digitale Abzeichen und gegebenenfalls einen Gutschein, falls jemand einen Preis zum Beispiel für eine Gratis-Pizza für das Einchecken in 10 verschiedene Pizzerien in der Stadt auslobt. Der Smartphone-Hersteller Nokia gab zeitgleich mit der Konferenz bekannt, ab sofort kostenfrei auf allen neuen Nokia-Geräten Navteq-Karten, Navigation und Entwicklerschnittstellen bereitzustellen. Das alles ist sicherlich gerade erst der Anfang einer ganz neuen Epoche. Spannend bleibt zu beobachten, welche Rolle Apples neuestes Gerät, das iPad spielen wird, welches einen Tag nach der Konferenz auf den Markt kam und lange Schlangen um die Apple Stores verursachte. Konferenzbeiträge und Videos unter www.landmarcs.de/where20
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