Landmarcs 2011/02

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Lückenlose Dokumentation dank GPS-Kamera und GIS
In Doha, der Hauptstadt von Katar, wird im südwestlichen Gebiet ein 8,5 Kilometer langer Geschäfts-, Büro- und Wohnkomplex gebaut. Die neue Einkaufs- und Geschäftsstraße gliedert sich in 5 Gebäudetypen von 950 bis 2 200 m Länge. Die einzelnen Gebäudetypen werden für die Baulogistik in 210 Baublöcke eingeteilt.
Die Gebäude sind im Kellerbereich 36 m breit (grobes Google-Earth-Bild). Die Bauaktivitäten begannen im Jahr 2008 mit dem Aushub für die Kellergeschosse der einzelnen Gebäudetypen. Zu Beginn des Jahres 2009 wurde ArcGIS auf der Baustelle implementiert. Zur Anwendung kommt ArcMap mit den Erweiterungen 3D Analyst und Tracking Analyst.
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| Einblick in die Dokumentation von Bauabschnitten |
Auf der Baustelle kommen die GPS-Kamera und der PhotoMapper von alta4 zum Einsatz. Erste Aufnahmen mit der Kamera wurden im März 2009 gemacht. Diese Aufnahmen dienen der wöchentlichen Kontrolle des Baufortschritts durch die Abteilung für Terminplanung und dem Kunden als Nachweis über die erbrachte Bauleistung. Die Aufnahmen werden mit einem Code für das Gebäude versehen und in eine Datenbank eingetragen. Durch die wöchentlichen Aufnahmen kann der Entstehensprozess der Gebäude nachvollzogen werden. Weiterhin können die Aufnahmen zu einem späteren Zeitpunkt als Nachweis über die Baustellensituation zu einem bestimmten Zeitpunkt im Projektverlauf dienen.
Die Aufnahmen stellen das erreichte Soll für den jeweiligen Bauabschnitt dar. Sie unterstützen eine einfache 3D-Darstellung über den Baufortschritt in Google Earth, die vom Kunden und von allen Baustellenbeteiligten betrachtet werden kann. Der Bauabschnittsleiter ermittelt in Zusammenarbeit mit den Subunternehmern den Baufortschritt. Hierzu werden die einzelnen Bauteile und Elemente aus dem GIS auf Smartphone bzw. Tablett-PCs übertragen, das Personal pflegt den Baufortschritt anhand von vordefinierten Masken (ArcPad Studio) auf der Baustelle in ArcPad ein. Anschließend werden die Daten im Büro übertragen und somit die GIS-Datenbank synchronisiert. Als Ergebnis werden die Daten für den Baufortschritt auf einer WebMap, welche das gesamte 3D-Modell des Bauwerks enthält, online als Datenlayer angezeigt und sind für jedermann ersichtlich und abfragbar.
Als Add-on werden die aktualisierten GIS-Daten mit dem neuen Baufortschritt nach Google Earth exportiert – als einfaches, für jedermann verständliches Tool zur Übersicht. Durch die weite Verbreitung und die allgemeine Kenntnis der Nutzung von Google Earth findet dieses Vorgehen hohe Akzeptanz, nicht zuletzt durch die transparente Darstellung des Baugeschehens. ArcGIS ist das Integrationsmedium im Hintergrund, welches die Arbeitsprozesse abbildet, vereinigt und optimiert.
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